Donnerstag, 11. Februar 2010

Queer as Folk (2000- 2005)

"beeing different makes us all the same"

Es gibt Serien, die schaut man voller Euphorie einer Faghag-Phase und denkt es gäbe keine Bessere. Dann schaut man viele andere Serien und merkt: Es gibt sie leider doch!
So geht es mir mit Queer as folk! Nach dem 2. mal ist die Serie zwar immer noch toll und man saugt jede Folge voller Freude in sich auf, doch nun bemerkt man unachtsamkeiten in der Charakterdarstellung, die zahlreichen Klischees die bedient werden und die teilweise schwachen plots.
Brian Kinney ist immer noch mein Liebling. Ich mag ja eh immer die "bösen" bzw. nicht bösen, die böse tun :-)
Alle anderen Rollen sind ebenfalls liebenswert und teilweise die tollsten Seriencharaktere die es gibt (Debbi z.b.), leider sind sie oft stark in ein Klischee gedrückt aus dem sie die ganze Serie nicht rauskommen.
Teilweise sind Wendungen nicht nachvollziehbar.
Dennoch: Ich liebe Queer as Folk. Ich liebe die politische Stellungnahme, den Kampf für Toleranz und Liebe. Immer wieder bekam ich Gänsehaut. Wie am Ende der 3. Staffel, wo die Liberty Av. wieder regenbogen bunt wird.
Queer as folk ist nicht besonders raffiniert oder bis ins kleinste Detail ausgearbeitet, dennoch witzig, fesselnd, liebenswert und sexy ;-)

********

8 von 10


Pushing Daisies (2007-2009)


Olive Snook: I'm a pack rat of sorts myself. Of emotions. Not so much with actual things.

Vielleicht muss es manchmal sein, dass gute Serien früh abgesetzt werden, bevor sie schlecht werden könnten- trotzdem ist es bei "Pushing Daisies" echt traurig, dass es nur 2 Staffeln gibt.
Vor allem, weil das Ende doch sehr abgehackt wird. Kurz und knackig wird alles aufgelöst und man lässt und mit Reaktionen, die man gern miterlebt hätte, im Regen stehen.
"Pushing Daisies" bietet uns jede Folge einen neuen Handlungsstrang, wie bei einer Krimiserie und trotzdem gibt es für den Serienfan viele röte Fäden.
Sieht man "Pushing Daisies" ist man versetzt in eine bunt- skuriele Welt mit morbidem Thema. Irgendwie wirkt alles toll surreal. Nichts passt zusammen und das macht das Ganze so toll, so neu, so frisch.
Auch der Name ist wunderbar. In Amerika heißt "Pushing Daisies" sowas wie "Die Radieschen von unten betrachten". Super witzig!
Die Charaktere sind liebevoll ins kleinste Detail gestaltet. Jeder aus seine Art ist toll merkwürdig.
Leider mag ich die weibliche Hauptrolle "Cuck" einfach nicht. Ich kann einfach nicht genau sagen, wieso, aber ich mag sie nicht! VOr allem, weil es Olive Snook, gespielt von der fabelhaften Kristen Chenowith gibt, die in der Serie ihre geniale Stimme Musicaldarsteller- Stimme in witzigen Songeinlagen zum Besten gibt.
Man wünscht sich einfach Olive an der Seite des Kuchenbäckers- Ich zumindest!
Als es gerad kleine Anzeichen der HOffnung gab, endet die Serie- wie traurig!

Zitat: Bunt, schriller Mix aus Krimi und Märchen

*******
7 von 10


Disney´s Cinderella (1950)

Narrator: Once upon a time in a faraway land there was a tiny kingdom, peaceful, prosperous, and rich in romance and tradition

Der 5. Disney- Tresor- Film, der nun in meinem wertvollen Besitz ist. Habe den Klassiker zwar oft gesehen, finde aber er ist eine Bewertung wert. (Vielleicht mach ich ja mal ein paar Disney Bewertungen demnächst :-))
Besonders freue ich mich bei allen Disney- Klassikern immer über den trashigen Anfang mit der trashigen Musik. Man hätte auch die neuen Disney- Film Anfänge so machen sollen. Wäre eine schöne Tradition geworden.
Cinderella ist ein wundervoller Disney- Film.
Auch wenn die Geschichte vom Aschenputtel anders erzählt wird als im original Märchen, ist sie kindgerechter und immer noch wunderschön. welches kind will schon was von abgehackten Fersen sehen?!
Die eingebaute Idee mit der Fee ist ebenfalls schön und für Kinder verständlicher als ein Haselnussbaum, vom dem Kleider fallen.
Die böse Stiefmutter ist toll hinterhältig gemacht und ihre gespielte Freundlichkeit ist gruselig.
Die Lieder sind klassische Disney- Musik zum immer wieder hören, genießen und Träumen. (und in Kindheitserinnerungen schwelgen ;-))
Der Film wurde farblich restauriert.
Danke übrigens an Disney, dass sie den Ton nicht neu gemacht haben (nur den Erzähler am Anfang!). Klassiker sollten unberührt bleiben (bin immer noch sauer wegen Arielle).

Ein wundervoller Film. Nur keine volle Punktzahl, weil es sogar NOCH schönere Disneyfilme gibt!

*********
9 von 10 Disney- Sternchen


Mittwoch, 3. Februar 2010

Das Omen (1976)


Der alte "Horror"- Film ist grundbasis aller "das Kind ist böse!"-Filme.
Natürklich wirkt der Film von 1976 heute nicht mehr besonders gut gemacht. Dennoch ist er für einen derart alten Film wirklich spannend.
Nicht nur viele Filme, in denen es um böse Kinder geht, nutzten Sequenzen aus das Omen für ihre Horrorfilme. So nutzte "Final Destination 3" z.B. die Todeshinweise auf Fotos.
Viele Horrorfilme wären wohl ohne die Ideen aus "Das Omen" nicht so erfolgreich geworden.
Dies sollte man mal würdigen!
Die Musikauswahl war wohl früher ganz gut, heute wirkt es leider etwas lächerlich, da sich der Text anhört, wie "Hokus, Pokus, Fidibus!"
Dennios ein gute, alter Klassiker!
******
6 von 10

American History X (1998)

Danny Vinyard: So I guess this is where I tell you what I learned - my conclusion, right? Well, my conclusion is: Hate is baggage. Life's too short to be pissed off all the time.

Lang, Lang ist´s her, dass ich diesen Film gesehen habe.
Da mir fast nur noch die bekannteste Szene im Kopf war, musste ich meine Erinnerung mal wieder auffrischen.
"American History X" ist ein fantastischer Film!
Deutlich wird gezeigt, wie Neonazis wirklich denken und wie eng ihr Denkmuster gestrickt ist.
Jedes Handeln hat Konsequenzen!

Das beweist uns das Ende auf grauenvolle Art und Weise. Die Dynamik des Films reißt mit und man kann nicht anders, als wirklich und ernsthaft nach zu denken.
Unverständlich (oder auch gerade zu bezeichnend für die Dummheit) ist für mich, dass der Film oftmals liebl. Film vieler Rechtsradikaler ist. Dabei zeigt er doch genau das Gegenteil und wie dumm es ist, in die "rechte Richtung" zu denken.

Edward Norton ist grandios in der Hauptrolle Derek. Man kauft ihm sowohl seinen tiefen Hass, als auch seine Sorgen ab.
Auch die anderen Rollen sind toll besetzt, obwohl Fairuza Balk als Stacey etwas ZU durchgeknallt rüber kommt. Ist aber eigentlich irgendwie auch interessant und zegt, wie krank diese Menschen manchmal sind.
Derek wird von seinen, ach so tollen, "Kameraden" sofort verstoßen, als dieser seine Meinung ändert. Dies beweist, dass das ganze Argument, des tollen Zusammenhalts in der Gruppe auch alles nur scheinheilige Fassade der Nazis ist.

Ein spannender, kurzweiliger Film mit Lernpotenzial!


*********

9 von 10